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Clara im EinsatzHelden auf vier Pfoten:
Mio, der Salzburger Suchhund

Das ist Mio. Mio ist sieben Jahre alt und ein besonders umtriebiger Kerl. Und gleichzeitig ist er ein sehr umgänglicher und liebevoller Zeitgenosse, auf den man sich zu hundert Prozent verlassen kann. Aber draußen, in der freien Natur, hält der Labrador-Rüde seine Besitzerin Clara Hinterseer (25) ganz schön auf Trab. Besonders an jenen Tagen, an denen trainiert wird. Denn Mio ist ein ganz besonderer Hund – er und Clara sind Mitglieder der Suchhundestaffel des Roten Kreuz Salzburg.

„In seiner Freizeit ist er ein richtiger Couchpotato“, erzählt Clara und streichelt Mio liebevoll über den Kopf. „Doch sobald ich ihm seine Einsatzuniform – eine Kenndecke – anlege, weiß er, dass jetzt Arbeit ansteht. Und dann konzentriert er sich nur noch auf mich und auf seine Aufgabe.“

Wenn sich Mensch im Gebirge verirren oder unter Lawinen verschüttet werden, dann kommt Mio zum Einsatz, um diese Personen aufzuspüren. Hier ist wichtig, dass der Hund ausdauernd und intensiv sucht und keine Scheu davor hat vorhandene Hindernisse zu überwinden. Dabei muss er Personen auch in schwer begehbaren Trümmern lokalisieren.

Früh übt sich, wer ein Retter werden will

Im Alter von 18 Jahren hat sich Clara mit dem Welpen Mio einen Kindheitstraum erfüllt. Doch Mio sollte nie ein Kuschelhund werden – seine Bestimmung war von Beginn an, Großes zu leisten. Bereits im zarten Alter von acht Wochen begann für Mio die Ausbildung zum Suchhund. Doch nicht nur für ihn begann damit ein neuer Lebensabschnitt – auch für Clara. Heute, sieben Jahre später, erzählt sie uns von den großen Umstellungen, die sie sich damals nicht so extrem vorgestellt hatte: Nicht nur, dass sie auf einmal für ein Lebewesen verantwortlich war – auch ihre Freizeitaktivitäten musste sie umstellen. Die leidenschaftliche Snowboarderin musste plötzlich Skifahren und Skitourengehen – denn gerade das Skitourengehen ist eine Voraussetzung bei den Suchhunden. Und während ihre Freundinnen an den Wochenenden Party machten, trainierten Clara und Mio, um Leben zu retten.
Bis heute sind er und seine Besitzerin ein starkes Team. Und das ist gut so. Denn in Krisensituationen müssen sie sich blind aufeinander verlassen können.

Ein zeitintensives Ehrenamt, das Leben rettet

Die Ausbildung zum Suchhund dauert mindestens zwei Jahre und ist sehr zeitintensiv. Auch nach dieser Grundausbildung ist der Alltag von Hund und Hundeführer vom Training geprägt. Im Durchschnitt bringen sie 200 Stunden jährlich für ihre ehrenamtliche Arbeit auf. Die Einsatzprüfungen müssen alle zwei Jahre wiederholt werden. Clara und ihr Hund Mio verfügen über insgesamt drei Ausbildungen: die für den Lawinen-Einsatz, die für die Vermisstensuche und für Lawinen-Einsätze, um vermisste Personen zu suchen. Und zusätzlich ist Clara Mitglied des EU-Moduls SARUS (Search and Rescue Unit Salzburg), das bei Auslandseinsätzen im Rahmen von Erdbeben und Naturkatastrophen zugezogen wird. Wir finden das besonders lobenswert und haben den größten Respekt für Tierhalter wie Clara – schließlich ist die Mitgliedschaft bei den Suchhunden ehrenamtlich.

Egal, ob es sich um Lawinenabgänge, Erdbeben oder um abgängige Personen handelt – die Mitglieder der Suchhundestaffel des Salzburger Roten Kreuzes sind seit über 40 Jahren mit ihren vierbeinigen Gefährten erfolgreich im In- und Ausland im Einsatz. Die Suchhundestaffel des Roten Kreuz geht mit ihren alpinistisch geschulten Sanitäter/innen gemeinsam mit der Lawinenhundestaffel des Bergrettungsdienstes in den Einsatz.

Uns von Perro liegt es am Herzen, alle österreichischen Suchhundestaffeln zu unterstützen.

Bildquellen

Alle Beitragsbilder sind © Clara & Mio / Rotes Kreuz Österreich

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